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Ankaufsprozess für Gewerbeimmobilien

Vom ersten Exposé bis zum Closing in 17 bis 25 Wochen – professionell begleitet, methodisch geführt, transparent strukturiert. Wer in Gewerbeimmobilien investiert durchläuft einen mehrstufigen Prozess, in dem jede Phase über Erfolg oder Scheitern der Transaktion entscheidet. Von der Sichtung des Exposés über die Investorenansprache bis zur Due Diligence, Verhandlung und Vertragsunterschrift – professionelle Ankaufsberatung bedeutet, diesen Prozess End-to-End zu steuern. Wir zeigen Ihnen, wie das funktioniert.

Was ist Ankaufsberatung in Abgrenzung zum Maklergeschäft?

Klassische Maklertätigkeit ist Vermittlung. Es geht um den Nachweis eines Käufers, die Verbindung zweier Parteien, das Closing einer Provision. Investment-Ankaufsberatung ist etwas grundlegend anderes – und die Unterscheidung ist entscheidend für den Erfolg einer Transaktion.

Eine professionelle Ankaufsberatung beginnt vor der eigentlichen Mandatierung: bei der Einwertung der Immobilie auf Marktgängigkeit, beim ehrlichen Pricing, bei der Bewertung der Asset-Klasse. Sie umfasst die marktstrukturierte Investorenansprache aus eigener Datenbank, die Bereitstellung und Moderation von Datenräumen, die Qualifizierung eingehender Gebote, die Empfehlung des besten – nicht des höchsten – Angebots und die vollständige Begleitung der Exklusivitätsphase mit Due Diligence, Red-Flag-Meetings und Kaufvertragsverhandlung bis zum Signing.

Der Unterschied: Ein Makler vermittelt. Ein Ankaufsberater verantwortet.

Professioneller Geschftsmann in modernem Broumfeld No visible text no words no letters

Der Prozess in 7 Phasen – von der Mandatierung bis zum Closing. 

Jede Investmenttransaktion folgt einer klaren Choreografie. Wer die Phasen kennt, weiß, wo Wertschöpfung entsteht – und wo Deals scheitern. Hier ist der vollständige Ablauf, wie wir ihn jeden Tag in der Praxis steuern. 

  • icon-1 Mandatierung & Aufbereitung

    Dauer: 2 bis 4 Wochen Was passiert: Aufbereitung der Verkaufsunterlagen, Marktbewertung des Objekts, Definition der Verkaufsstrategie. Wir entscheiden gemeinsam mit dem Eigentümer, ob ein strukturierter Bieterprozess, eine Off-Market-Ansprache oder eine gezielte Investorenbenennung den richtigen Weg darstellt. Das Pricing wird mathematisch hergeleitet – nicht aus dem Bauch, sondern aus Comparables, Marktdaten und Asset-Klassen-Benchmarks. 

  • planung Investorenauswahl

    Dauer: Teil der Mandatierungsphase, parallel Was passiert: Aus über 3.000 strukturierten Investorenprofilen unserer Datenbank selektieren wir die Long-List nach den objektspezifischen Kriterien. Anschließend qualifizieren wir die Long-List in eine Medium-List und schließlich eine Short-List. Die Top-Investoren der Gruppe A werden bereits vor der breiten Marktansprache kontaktiert, um maximale Realisierungswahrscheinlichkeit zu sichern. Unsere Selektion ist nicht Massenversand – sondern intelligenter Match zwischen Objekt und Investor.

  • auswahlen Marktansprache

    Dauer: 4 bis 6 Wochen Was passiert: Strukturierte Ansprache der Short-List, Bereitstellung des Datenraums, Steuerung des Q&A-Prozesses. Bei Off-Market-Mandaten findet die Ansprache diskret und gezielt statt – ohne das Objekt einer breiten Bühne auszusetzen. Bei strukturierten Bieterprozessen koordinieren wir Termine, Begehungen und Erstgebote. 

  • planung Gebotsauswertung

    Dauer: 2 bis 4 Wochen Was passiert: Eingehende Gebote werden nicht nur nach Preis, sondern nach Qualität bewertet: Finanzierungssicherheit, Closing-Wahrscheinlichkeit, Vertragsbedingungen, Rückzugsklauseln. Wir empfehlen das beste Gebot – das ist häufig nicht das höchste. Diese Empfehlung ist begründet, transparent und schützt den Verkäufer vor Pseudo-Höchstgeboten ohne Substanz. 

  • wertversprechen Exklusivität & Due Diligence

     Dauer: mindestens 8 bis 10 Wochen, tendenziell länger Was passiert: Der ausgewählte Bieter erhält Exklusivität. Wir koordinieren die technische, rechtliche, steuerliche und ESG-bezogene Due Diligence, moderieren Q&A-Prozesse über Datenraum-Gatekeeper, organisieren Begehungen und führen Red-Flag-Meetings durch. Die Vermeidung von Mehrfachfragen und die saubere Dokumentation aller Findings sind in dieser Phase die größten Hebel für einen erfolgreichen Abschluss. 

  • verhandlung Kaufvertragsverhandlung

    Dauer: parallel zur Due Diligence Was passiert: Verhandlung der Vertragsbedingungen unter Berücksichtigung der DD-Ergebnisse. Hier entstehen die meisten Deal-Breaker – meist in der kommerziellen Bewertung der technischen Findings und im Umgang mit dem Pricing-Abstand zwischen Käufer und Verkäufer. Unsere Rolle: Moderation. Wir halten den Dialog konstruktiv und verhindern, dass Transaktionen an unüberbrückbar wirkenden, aber lösbaren Differenzen scheitern. 

  • vertrag Signing & Closing

    Dauer: Signing in 1 Woche, Closing in 6 bis 8 Wochen danach Was passiert: Notartermin, Unterschrift, anschließend Vollzug der aufschiebenden Bedingungen (Kaufpreiszahlung, Grundbucheintrag, Übergang von Nutzen und Lasten). Der Prozess ist mit dem Signing rechtlich bindend, aber erst mit dem Closing wirtschaftlich vollzogen. 

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Wieviele Wochen braucht es bis zum Closing?

Auf Basis aktueller Markterfahrung gestaltet sich eine typische Transaktion wie folgt:

Phase Dauer
Mandatierung & Aufbereitung 2 – 4 Wochen
Marktansprache 4 – 6 Wochen
Gebotsauswertung 2 – 4 Wochen
Exklusivität & Due Diligence mindestens 8 – 10 Wochen
Signing 1 Woche
Gesamt bis Signing 17 – 25 Wochen
Closing nach Signing 6 – 8 Wochen
Gesamt bis Closing 23 – 33 Wochen


Diese Werte gelten für strukturierte Prozesse mit qualifizierten Bietern und sauberem Datenraum.

Wie aus 3.000 Profilen die richtigen drei Investoren werden

Investorenansprache ist kein Postwurf. Wer das Versprechen einer „breiten Marktansprache" verkauft, hat den Markt nicht verstanden. Echte Wertschöpfung entsteht durch Qualifizierung – in drei Stufen. 

  1. Long-List

    Aus über 3.000 strukturierten Investorenprofilen unserer Datenbank wählen wir nach Asset-Klasse, Volumen, Strategiefokus und regionaler Präferenz. Das ergibt typischerweise 50 bis 200 grundsätzlich passende Investoren – die Basis für jede weitere Qualifizierung. 

  2. Medium-List

    Aus der Long-List filtern unsere Berater die Investoren heraus, die zum Zeitpunkt der Transaktion aktiv und kapitalfähig sind, deren aktuelle Investmentstrategie tatsächlich passt und deren Entscheidungswege realistisch zur Timeline gehören. So entstehen 15 bis 30 ernsthafte Kandidaten. 

  3. Short-List & Gruppe A

    Die Top-Investoren der Short-List werden als Gruppe A klassifiziert und bereits vor der breiten Marktansprache präferiert kontaktiert. Wer hier sitzt, hat höchste Realisierungswahrscheinlichkeit. Genau diese gezielte Vorqualifizierung unterscheidet uns vom Wettbewerb.

Due Diligence: Die fünf Stolperfallen, die Sie kennen sollten

Die meisten Transaktionen scheitern nicht am Pricing. Sie scheitern in der Due Diligence – an Mängeln, die zu spät kommuniziert wurden, an Dokumentationslücken oder an einem Q&A-Prozess, der außer Kontrolle gerät. Hier sind die fünf typischen Fallen. 

  1. Verschwiegene technische Mängel

    Was der Verkäufer nicht offenlegt, wird die technische Due Diligence finden. Spätestens dann steht die Transaktion auf der Kippe, weil Vertrauen verloren geht und Pricing-Verhandlungen unangenehm werden. Unser Ansatz: proaktive Offenlegung, dokumentierter Umgang, keine bösen Überraschungen. 

  2. Fehlende oder unvollständige Capex-Dokumentation

    Investitionen in den vergangenen Jahren – Dachsanierung, Heizungsmodernisierung, Brandschutz – ohne saubere Dokumentation sind aus Investorensicht nicht existent. Wir prüfen die Vollständigkeit vor dem Versand, fordern fehlende Belege rechtzeitig an und schließen Lücken, bevor sie zu Findings werden. 

  3. Unmoderierte Q&A-Prozesse

    Wenn 30 Käufer-Berater 200 Fragen ohne Filter stellen, eskaliert die Due Diligence. Wir arbeiten mit Datenraum-Gatekeepern auf beiden Seiten, prüfen Fragen auf Doppelung, qualifizieren Anfragen nach Relevanz und beschleunigen so den Prozess um Wochen. 

  4. Unrealistische DD-Briefings durch Käufer

    Ankäufer briefen ihre DD-Experten häufig darauf, „möglichst viel zu finden, um das Preisschild zu drücken". In angespannten Märkten führt das regelmäßig zum Abbruch der Transaktion. Unsere Moderation verhindert, dass DD-Findings ohne kommerziellen Realismus zu Deal-Breakern werden. 

  5. Fehlendes Verständnis für ESG- und Drittverwendungsszenarien

    ESG-Compliance, Taxonomie-Konformität und realistische Drittverwendung sind heute Pflicht – nicht Kür. Wer das in der DD nicht souverän darstellen kann, verliert institutionelle Investoren. Wir bereiten Objekte ESG-seitig vor und kommunizieren Drittverwendungsszenarien so, dass sie Investoren überzeugen, statt zu verunsichern. 

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Alexander Wunderle

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Geschäftsleitung, Investment, Landlord Services, Mietervertretung

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Häufige Fragen zum Ankaufsprozess für Gewerbeimmobilien

  1. Wie lange dauert der Ankaufsprozess für eine Gewerbeimmobilie?

    Aktuell rechnen wir mit 17 bis 25 Wochen von der Mandatierung bis zum Signing. Anschließend dauert die Phase vom Signing bis zum Closing typischerweise weitere 6 bis 8 Wochen. Insgesamt also rund 23 bis 33 Wochen für eine vollständige Transaktion. 

  2. Was unterscheidet Ankaufsberatung von klassischer Maklertätigkeit?

    Klassische Maklertätigkeit ist Vermittlung zwischen den Parteien. Ankaufsberatung steuert den gesamten Prozess: Markteinwertung, Pricing, Investorenansprache, Datenraum-Management, Gebotsqualifizierung, Exklusivitätsbegleitung, Due-Diligence-Moderation und Kaufvertragsverhandlung bis zum Signing. 

  3. Was ist ein Off-Market-Deal?

    Eine Off-Market-Transaktion ist eine Vermarktung ohne öffentliche Marktansprache. Das Objekt wird gezielt einer kleinen Gruppe vorqualifizierter Investoren angeboten – diskret, zielgerichtet und ohne das Risiko, bei einem gescheiterten Prozess „verbrannt" am Markt zurückzubleiben. 

  4. Wie viele Investoren werden bei einer typischen Transaktion angesprochen?

    Das hängt vom Mandatstyp ab. Bei strukturierten Bieterprozessen werden aus einer Long-List von 50 bis 200 Investoren in mehreren Qualifizierungsstufen 15 bis 30 ernsthafte Kandidaten gefiltert. Bei Off-Market-Mandaten werden gezielt 5 bis 15 Top-Investoren angesprochen. 

  5. Was sind die häufigsten Gründe für gescheiterte Transaktionen?

    Die meisten Deals scheitern in der Due Diligence – nicht im Pricing. Hauptursachen sind verschwiegene technische Mängel, fehlende Capex-Dokumentation, unmoderierte Q&A-Prozesse und unrealistische DD-Briefings durch Käufer, die zu unverhältnismäßigen Pricing-Abschlägen führen. 

  6. Was bedeutet Signing-to-Closing?

    Mit dem Signing wird der Kaufvertrag rechtlich bindend unterzeichnet. Bis zum Closing müssen jedoch aufschiebende Bedingungen erfüllt werden – Kaufpreiszahlung, Grundbucheintrag, Übergang von Nutzen und Lasten. Diese Phase dauert typischerweise 6 bis 8 Wochen. 

  7. Welche Investorentypen begleiten Sie?

    Das gesamte Spektrum: lokale, nationale und internationale Investoren – von kleinen Family Offices über Multi-Family Offices, institutionelle Investoren wie Versorgungswerke und Asset Manager, Spezialfonds, Private Equity, Projektentwickler bis hin zu Eigentümern mit globaler Bestandshaltung. 

  8. Welche Asset-Klassen decken Sie in NRW ab?

    Office, Industrie und Logistik, Light-Industrial, Mixed-Use sowie Investment-Transaktionen über alle Gewerbe-Asset-Klassen. Schwerpunkt: Köln, Rhein-Ruhr, Düsseldorf-Köln-Bonn-Region. 

  9. Was kostet eine Ankaufsberatung?

    Verkaufsmandate sind erfolgsbasiert auf Provision strukturiert – die Honorierung erfolgt also nur bei erfolgreicher Transaktion. Bei exklusiven Suchmandaten auf Käuferseite kann eine individuelle Honorarvereinbarung getroffen werden, die Investoren Zugang zu Off-Market-Möglichkeiten verschafft, ohne Standard-Provisionen auszulösen. 

  10. Was ist der MarketReadyCheck?

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Alexander Wunderle

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