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Weggegangen. Zurück aus Überzeugung.

Carl Nagel über seine Rückkehr zu Angermann NRW – als Consultant Office Leasing

Carl Nagel ist seit März wieder an Bord, diesmal als Consultant Office Leasing. Hier hat er einst seine Ausbildung gemacht, ist gegangen, hat in Münster seinen Master abgeschlossen und parallel in sehr unterschiedlichen Häusern gearbeitet.

Im Interview erzählt er, warum die Rückkehr von Anfang an sein Plan war, was ihm der Blick von außen gebracht hat – und warum er sich bewusst gegen die großen Namen entschieden hat.

 

Weggegangen, gewachsen – und zurück

Carls Weg ist kein gerader: Ausbildung, Studium, vier Stationen, dann die Entscheidung, dorthin zurückzukehren, wo alles begann. Genau das macht seine Geschichte stark – weil sie freiwillig ist und nach dem Vergleich mit dem Markt erfolgt.

Carl Nagel

Ich bin vom Grundcharakter ein loyaler Mensch – zurückzukommen war eigentlich immer der Plan."

„Hier klopfe ich nebenan an, statt Anträge über fünf Schreibtische zu schicken."

Carl Nagel Consultant Office Leasing

Das Interview:
12 Fragen an Carl

Vom Azubi zum Consultant, mit einem Umweg über Konzern, Projektentwicklung und Studium: Was Carl in dieser Zeit gelernt hat, warum er zurückgekommen ist und wohin die Reise gehen soll, erzählt er hier.

  1. Carl, du bist seit März wieder bei Angermann NRW. Was ist das Erste, was du morgens im Büro machst?

     Meistens bin ich der Erste im Büro – ich habe mir früh angewöhnt, früh anzufangen. Ich brauche morgens diese ruhigen 15 Minuten: Kaffee holen, E-Mails durchgehen und sortieren, was akut ist und was später Zeit hat. Daraus baue ich mir den Tag und beginne direkt mit den dringenden Dingen. So sieht mein klassischer Start aus. 

  2. Wenn ein guter Freund, der nichts mit Immobilien zu tun hat, dich fragt, was du beruflich machst – wie erklärst du es ihm in drei Sätzen?

     Ich bin Immobilienberater für die Vermittlung von Büroflächen. Ich helfe Unternehmen, die einen neuen Bürostandort in Köln und Umgebung suchen, und begleite die Miet- oder Kaufverträge – für ein Kölner Beratungshaus, das unter dem Dach der Angermann Gruppe bundesweit aktiv ist. Und der Alltag? Bedarfsgespräche mit Kunden, Verhandlungen mit Eigentümern, Besichtigungen – ein sehr vielfältiger Job. 

  3. Du hast deine Ausbildung bei uns gemacht, danach den Master in Münster – und parallel in vier sehr unterschiedlichen Häusern gearbeitet. Was hast du in der Zeit gesehen, das du sonst nie gesehen hättest?

     Nach der Ausbildung habe ich neben dem Studium bewusst in sehr unterschiedlichen Häusern gearbeitet: in einem großen Versicherungskonzern, bei einem Logistik-Projektentwickler, in einem kleinen Family Office und in der Immobilienbewertung. Im Konzern habe ich gelernt, wie lang Wege sein können – für vieles braucht es Anträge über mehrere Ebenen. In den kleinen Häusern war alles persönlicher und schneller. Vor allem aber habe ich verschiedene Perspektiven eingenommen, gerade die Eigentümerbrille. Das macht die Beratung heute leichter: Ich verstehe, warum ein Eigentümer so agiert, wie er agiert. 

  4. Es gibt diesen einen Moment, in dem klar wird: Ich will zurück. Gab es den bei dir?

     Ehrlich gesagt gab es diesen einen Moment nicht – der Plan stand früh. Als ich 2019 nach der Ausbildung gegangen bin, hatte ich klar im Kopf: erst Bachelor und Master, dann komme ich zurück. Ich bin vom Grundcharakter ein loyaler Mensch und wechsle nicht gern ständig das Unternehmen, auch wenn mein Lebenslauf das nahelegt. Den Kontakt zu Patrick Sohns habe ich die ganze Zeit gehalten – wir haben uns unter anderem auf der Expo Real getroffen, und daraus hat sich sehr schnell etwas Konkretes entwickelt. 

  5. Mit dem Master hattest du die freie Wahl: große Maklerhäuser, internationale Beratungen, Investmenthäuser. Was hat dir dort gefehlt, das du bei uns hast?

     Mit dem Master hätte ich auch zu den großen, international bekannten Häusern gehen können – aber das sind meist Konzerne. Ich wollte bewusst in ein kleines Team, in dem Persönlichkeit zählt und ich für vieles einfach nebenan anklopfen kann, statt lange Freigabewege zu gehen. Dazu kommt: Patrick hat mich ausgebildet, und das war eines der prägendsten Jahre meiner Laufbahn. Ich kam damals aus der Insolvenz eines früheren Arbeitgebers, und das Unternehmen hat mich in der Ausbildung übernommen – ohne das hätte ich sie nicht abschließen können. Für diese Chance bin ich bis heute dankbar. Vor der Rückkehr haben wir uns mehrfach in Ruhe zusammengesetzt, und es hat sich von Anfang an richtig angefühlt – zumal ich Urkölner bin und hier bleiben will. 

  6. Du kennst Angermann NRW in zwei Versionen – als Azubi und als Consultant. Wo hat sich das Unternehmen spürbar weiterentwickelt?

     Vieles ist heute moderner: ein neues Büro, deutlich digitalere Abläufe – früher gingen Besichtigungsbestätigungen noch per Post raus. Der Vertriebsspirit ist derselbe geblieben; die Mannschaft will vermitteln und gibt Gas. Spürbar anders ist die Führung: Wir haben heute drei Geschäftsführer statt einem – sehr unterschiedlich, aber ein guter Mix. Und das Geschäft steht heute auf einer neuen Basis: seit zwei Jahren mit neuen Gesellschaftern und als Teil der Angermann Real Estate Gruppe. Da gibt es echtes Gestaltungspotenzial, und das spürt man. 

  7. Was kannst du heute, was der alte Carl vor dem Master noch nicht konnte?

     Im Master habe ich vor allem das Arbeiten im Team geschärft – viele Präsentationen und Prüfungen, die wir gemeinsam erarbeitet haben. Ehrlich ist aber auch: Von den reinen Studieninhalten bleibt überschaubar viel hängen. Das Entscheidende ist die Menschenkenntnis. Die lernt man in diesem Beruf zwangsläufig, und sie hat sich über die Jahre und die verschiedenen Stationen deutlich verbessert: zu wissen, wann man wen anruft – und wann man jemanden besser kurz in Ruhe lässt. Das kann ich heute klar besser als vor dem Studium. 

  8. Wo scheitern Büro-Deals 2026 aus deiner Sicht wirklich – und was haben viele Berater noch nicht verstanden?

     Häufig scheitert es an Geschwindigkeit – und zwar an inkonstanter. Mal geht es schnell, mal liegt eine Anfrage tagelang. Ich hatte gerade einen Fall: Nach der Besichtigung hatten wir die Grundrisse zügig, dann haben wir fast zwei Wochen auf einen Folgetermin gewartet. Solche Brüche sind oft ein Dealbreaker, weil der Kunde anfängt zu zweifeln. Was viele unterschätzen, ist Ehrlichkeit: Man sollte einem Eigentümer nie einen Preis versprechen, den der Markt nicht hergibt, nur um den Auftrag zu bekommen. Ich bin lieber der ehrliche Broker und mache ein, zwei Deals weniger – das war schon in meiner Ausbildung mein Grundsatz. 

  9. Was würdest du einem Berufseinsteiger sagen, der zwischen einem großen internationalen Maklerhaus und Angermann NRW schwankt?

     Wenn es um Bekanntheit und den Lebenslauf geht, sind die großen internationalen Häuser eine starke Adresse – sie haben entsprechende Reichweite und Popularität. Das hat klare Vorteile. Für mich persönlich war aber die Arbeitsweise und Unternehmensgröße entscheidend: Ich bin Teamplayer, und deshalb passt mir die Poolstruktur bei Angermann NRW besonders gut. Hier profitiere ich unmittelbar davon, wenn meine Kolleginnen und Kollegen erfolgreich sind – Zusammenarbeit zahlt sich direkt aus. Mein Rat: Wer vor allem auf einen großen Namen im Lebenslauf setzt, ist bei den internationalen Häusern gut aufgehoben. Wem ein persönliches Umfeld und kürzere Abstimmungswege wichtig sind, der findet bei einem Haus wie Angermann NRW genau das. 

  10. Wenn du auf die nächsten fünf Jahre schaust: Wie willst du dich hier entwickeln – und warum geht das genau bei uns?

     Angermann NRW verbindet zwei Dinge, die selten zusammenkommen: gewachsene Substanz und echten Aufbruch. Das Geschäft hier gibt es seit rund zwei Jahrzehnten, aber seit zwei Jahren mit neuen Gesellschaftern, einer neuen Geschäftsführung und als Teil der Angermann Real Estate Gruppe. Diese Mischung reizt mich – Stabilität im Rücken und gleichzeitig viel Gestaltungsspielraum. Zuerst will ich voll in den Job eintauchen, die Prozesse verinnerlichen und Abschlüsse machen – zumal Office für mich eine neue Assetklasse ist und damit eine echte Herausforderung. Was ich richtig stark finde: Wir haben hier einen klaren, für alle transparenten Karrierepfad mit nachvollziehbaren Anforderungen und Kriterien. Jeder kann sich entlang der Themen weiterentwickeln, die ihm liegen – ohne dass das auf Kosten der anderen geht. Diese Entfaltungsmöglichkeiten sind für mich das Entscheidende: Ich sehe hier viel Raum, in den nächsten Jahren genau in die Richtung zu wachsen, die zu mir passt. 

  11. Wenn jemand in zwei Jahren deinen Lebenslauf liest und überlegt, denselben Weg zu gehen – Ausbildung, Master, Rückkehr: Was würdest du ihm mitgeben?

     Mir haben viele gesagt: Wieso gehst du nach Bachelor und Master in den Vertrieb? Ich würde den Weg trotzdem jederzeit wieder gehen. Eine Ausbildung ist viel wert – man weiß danach, wie sich eine 40-Stunden-Woche anfühlt, und man wendet das Gelernte sofort an. Aber es gibt kein Richtig und kein Falsch: erst studieren, erst Ausbildung, direkt selbstständig – alles legitim. Entscheidend ist, dass man sich für seine Sache wirklich interessiert. Das Optimum ist, morgens aufzustehen und richtig Bock darauf zu haben. 

  12. Gab es etwas, das dich besonders überrascht hat?

     Ja – und zwar schon vor meinem ersten Arbeitstag. Ich durfte Ende des Vorjahres auf die gemeinsame Teamfahrt mit, obwohl ich noch gar nicht Teil der Firma war. Damit hatte ich nicht gerechnet. Das rechne ich der Geschäftsführung und allen, die das entschieden haben, hoch an – die Kollegen so in einem ganz anderen Kontext kennenzulernen, war sehr wertvoll. 

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